Wird eine bestimmte Stelle der Haut über eine längere Zeit belastet wird, so kann ein Hühnerauge entstehen. Dies passiert meistens an den Füßen bei zu engen und unbequemen Schuhen, seltener aber auch durch an den Händen. Die Hühneraugen fügen nicht nur Schmerzen hinzu, sie können auch zu richtigen Konsequenzen oder Rückfällen führen.

Eine der beliebtesten Methoden diese zu behandeln ist das Hühneraugenpflaster. Sie unterscheiden sich von den üblichen Pflastern an einigen Eigenschaften. Einerseits können sie in verschiedenen Formen und mit verschiedenen Wirkstoffen erworben werden.

Was die Hühneraugenpflaster besonders macht, wie man diese anwendet, wie oft man sie wechseln muss, worauf man bei der Anwendung achten soll und vor allem was die Risiken sind werden Sie in diesem Artikel erfahren.

Was ist ein Hühneraugepflaster?

Hühneraugenpflaster, wie der Name schon sagt, sind spezielle Pflaster zur Bekämpfung von Hühneraugen. Je nach Anwendungsbereich haben sie verschiedene Formen.

Im Allgemeinen haben sie in der Mitte einen Tupfer, welches mit unterschiedlichen Chemikalien getränkt ist. Zu den Chemikalien gehören meistens Keratolytika bzw. die Salizylsäure, manchmal auch Milchsäure. Sie helfen die verstorbene Hornhaut einzuweichen und verhindern die weitere Ausbreitung von dem Hühneraugen. Somit kann man diese auch einfacher entfernen.

Die Auswahl der Hühneraugenpflaster ist heutzutage sehr groß. Sie unterscheiden sich an der Größe, dem Anwendungsbereich, der Form und den Chemikalien. Bei der Anwendung muss man auf die gesunden Hautstellen achten. Es kann ebenso vorkommen, dass der Keratindorn zu tief sitzt, sodass die Hühneraugenpflaster nicht helfen können.

Wie wendet man Hühneraugenpflaster an?

Die Anwendung von Hühneraugenpflaster ist ein bisschen anders als bei üblichen Pflastern. Dabei muss man einige Regeln beachten um das Hühnerauge erfolgreich entfernen zu können und die gesunde Haut ringsherum nicht zu Entzünden.

Wir zeigen Ihnen was bei der Anwendung wichtig ist, wie man diese anwendet, wie oft man sie auswechseln muss und wie sie in nur wenigen Schritten selbst das Hühnerauge mit einem Hühneraugenpflaster entfernen können.

Hühneraugenpflaster in 6 Schritten anwenden

Das Hühnerauge selbst Entfernen mit einem Hühneraugenpflaster in einigen Schritten. Es ist wichtig, dass sie sich an jeden Schritt halten.

Hühneraugenpflaster zuschneiden

Ganz wichtig ist es, dass der Hühneraugenpflaster auf die Hornhaut perfekt zugeschnitten ist. Da dieser gefährliche Säuren enthält, kann es zur Entzündung der gesunden Haut kommen.

TIPP: Cremen sie die Haut ringherum mit Vaseline oder Creme ein, um diese zu schützen.

Vor dem Aufkleben

Die Stelle muss vor dem Aufkleben sauber sein. Am besten sie nehmen ein warmes Fußbad über 10 bis 20 Minuten um die Hornhaut ein wenig einzuweichen. Danach trocknen sie das Hühnerauge sehr vorsichtig mit einem Tuch.

Hühneraugenpflaster anbringen

Wenn die Haut eingeweicht ist und der Hühneraugenpflaster zugeschnitten, kann dieses auf die betroffene Stelle angebracht werden. Die Stelle mit dem Tupfer soll dabei direkt über das Hühnerauge geklebt sein.

Pflaster wechseln

Je nach Hersteller und Produkt wird empfohlen das Pflaster nach einigen Tagen zu wechseln. In den meisten Fällen sind es zwei bis vier Tage. Man könnte jetzt versuchen in Schritt 5 zu gehen, anderseits sollten die Schritte 1 bis 3 wiederholt werden.

Hühnerauge entfernen

Die Behandlung dauert meistens von vier Tagen bis zu einer Woche. Nach der Zeit sollte das Hühnerauge sich entfernen lassen. Dies kann man während eines Bads machen, indem man daran vorsichtig reibt oder es versucht herauszuheben.

TIPP: Auf jeden Fall keine Messern oder andere scharfen Gegenstände benutzen

Pflegen & Rückfall vorbeugen

Um den Rückfall zu verhindern sollte man vor allem die betroffene Stelle mit einer Creme oder Öl einschmieren. Die sensible Haut sollte sich nach dem Hühnerauge erholen. Des Weiteren ist geboten bequemes Schuhwerk zu tragen und vor allem die Stelle entlasten.

Wie oft muss man ein Hühneraugenpflaster wechseln?

Es kann schon sein, dass das Hühnerauge sich nach einer Anwendung entfernen lässt. Meistens reicht es leider nicht aus. Die Hühneraugen sollte man je nach Hersteller, zwei bis fünf Tage tragen.

Es ist abhängig von den Stoffen mit denen der Tupfer getränkt ist oder der betroffenen Stelle. Man sagt, dass Hühneraugenpflaster die Salicylsäure enthalten nur bis 48 Stunden auf der Haut verbleiben können.

Hühneraugenpflaster ohne Salicylsäure sollten sich von selbst lösen.

Der Prozess der Entfernung kann mehrere Tage dauern. Die Hühneraugenpflaster sollte man maximal bis zwei Wochen anwenden. Danach legt man eine Pause ein. Dies ist natürlich von Produkt zu Produkt unterschiedlich.

Wo kann man Hühneraugenpflaster kaufen?

Obwohl Hühneraugenpflaster exotisch klingen ist es sehr einfach diese zu bekommen. Wenn es diese im Drogeriemarkt um die Ecke gibt, dann kann man sie auf jeden Fall in der Apotheke erwerben.

Eine bequeme Methode sie zu kaufen ist natürlich das Internet. Hier gibt es eine Menge von Online Apotheken oder anderen Händern, die Hühneraugenpflaster anbieten. Ebenso gibt es die bei Amazon*

Welche Unterschiede gibt es?

Hühneraugenpflaster unterscheidet sich nicht nur von dem üblichen Pflaster, sondern auch untereinander selbst. Die Form und die Größe des Pflasters spielen eine große Rolle. Diese wird an die Stelle an den sich das Hühnerauge gebildet hat, angepasst. 

Es werden meistens verschiedene Hühneraugenpflaster am Ballen, der Sohle und auch zwischen den Zehen angewandt.

Anderseits sind auch die Chemikalien mit den der Tupfer getränkt ist wichtig. Manche Hühneraugenpflaster sind ohne Zusätze. Diese eigenen sich vor allem zur Schmerzlinderung, aber auch für Kinder. Die anderen sind mit Salicylsäure getränkt und diesen der Einweichung der Hühneraugen.

Mit welchen Mittel werden die Tupfer getränkt?

Die Hühneraugenpflaster machen die Chemikalien besonders, in denen der Tupfer getränkt ist. Welche es sind, wie diese wirken und was Keratolityka sind können sie aus dem Teil entnehmen.

Keratolytika

Die Keratolityka sind hornlösende Wirkstoffe, die bei Verhornungsstörungen eingesetzt werden. Aus dem Grund eignen sie sich bei der Entfernung von Hühneraugen. Der Name wird von der Hauptsubstanz abgeleitet, welches Keratin ist. Es gibt einige Arten davon. Am meisten interessant ist die Salicylsäure.

Salicyl- und Milchsäure

Salicylsäuren ist eine Art der Keralityka. Sie helfen bei Hauterkrankungen, die durch eine Verhornung gekennzeichnet werden. Sie werden also zur Auflösung der Hornschicht eingesetzt. Dies ist vor allem bei Hühneraugen der Fall.

Diese Säuren werden meistens bei Mitteln gegen Verhornungsstörungen eingesetzt, wie Hühneraugen, eingesetzt. Sie sind als flüssige Mittel, aber auch im Hühneraugenpflaster enthalten.

Was man jedoch den Unterschied zwischen Hühneraugenpflaster mit und ohne Salicylsäure.

Mit Salicyl- und Milchsäure

Hühneraugenpflaster mit Salicylsäure sind eines der besten Mittel gegen Hühneraugen. Diese werden vor allem bei dicker Verhornung angewandt. Die Säure weicht die Hornhaut ein und lindert den Schmerz.

Man sollte jedoch darauf achten, dass die Säure nicht in Kontakt mit gesunder Haut kommt. Man sollte solche Pflaster auch maximal zwei Tage tragen.

Ohne Salicyl- und Milchsäure

Hühneraugenpflaster ohne Salicylsäure werden hauptsächlich zur Schmerzlinderung genutzt. Diese sind sehr dick gepolstert, sodass sie vor Belastung schützen. Sie eigenen sich eher für kleinere Hühneraugen. 

Die Hühneraugenpflaster ohne Salicylsäure lösen sich meistens währen eines Bads von selbst auf, sodass man diese nicht selbst abziehen muss.

Hühneraugenpflaster gegen Schmerzen

hühneraugenpflasterJe tiefer der Keratindorn in das Gewebe eindringt, desto mehr Schmerzen kann ein Hünerauge hervorrufen. Die Hühneraugenpflaster können nicht nur die Haut einweichen. Diese dienen ebenso zum Schutz der betroffenen Stelle und zur Schmerzlinderung.

Die Hühneraugenpflaster sind auf der Innenseite wattiert, sodass die Belastung bzw. Druck oder Reibung absorbiert wird. Manche Arten sind sogar ohne jegliche Chemikalien und extra zum Schutz und Schmerzliderung gemacht.

Ebenso kann man verschiedene Silikon- und Schaumstoffstücke erwerben. Damit wird die Hautstelle entlastet. Man kann sich diese passend zuschneiden. Eine Alternative dafür wären Druckschutzringe.

Hühneraugenpflaster bei Kindern

Hühneraugen können im unterschiedlichen Alter vorkommen. Es ist vor allem Vorsicht geboten, bei der Behandlung mit Hühneraugenpflaster oder anderen chemischen Mitteln bei Kindern.

Die Haut der Kinder ist meistens sensibler als bei Erwachsenen. Ebenso ist die Anfälligkeit durch andere Infektionen und Entzündungen größer. 

Der Einsatz von Pflastern mit Salicylsäure sollte erst nach der Rücksprache mit einem Arzt stattfinden.

Auf Hühneraugenpflaster sollten Kinder unter 12 Jahren und Frauen in der Schwangerschaft bzw. Stillzeit verzichten. Bei der Anwendung bei älteren Kindern ist ebenso Vorsicht geboten. Kinder sollten die Hühneraugenpflaster nicht über längeren Zeitraum tragen. Am besten ist der Kontakt mit einem Arzt empfohlen. Man sollte sich auf jeden Fall an die Vorgaben des Herstellers halten.

Die Risiken bei der Anwendung von Hühneraugenpflaster

Die Anwendung von Hühneraugenpflaster kann ebenso einige Risiken verursachen. Die darin enthaltenen Chemikalien können sich sehr schlecht auf die Haut auswirken. Abzuraten sind die Pflaster mit Keralytika für Personen, die an der Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure leiden oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Patienten die Medikamenten einnehmen, sollten die Nutzung mit dem Arzt absprechen.

Besonders wichtig ist, dass man den Hühneraugenpflaster perfekt auf das Hühnerauge zuschneidet. Dringt die Salicylsäure auf die gesunde Haut, so können Verletzungen und Entzündungen entstehen. Diese begünstigen Infektionen und Krankheiten. Vor allem Diabetiker, Rheumapatienten und Personen mit dünner und sensibler Haut sollten sehr vorsichtig sein, da sie sehr anfällig für solche Infektionen sind.

Ebenso sollte man Aufpassen bei der Anbringung der Pflaster. Sollten sie falsch aufgeklebt oder verrutscht sein, kann sich Druck auf naheliegende Hautstellen ausbilden. Dies führt zur Entstehung von neuen Hühneraugen, Blasen oder anderen Infektionen. Es ist unabhängig davon ob die Hühneraugenpflaster mit oder ohne Keralytika sind.

Man muss auch letztendlich den Fall in Kauf nehmen, dass der Keratindorn zu tief sitzt und man es mit Hühneraugenpflaster nicht bekämpfen kann.

Vorbeugung von Hühneraugen mit Hühneraugenpflaster

Bei der Vorbeugung von Hühneraugen werden einige Regeln klar. Vor allem das bequeme Schuhwerk und die Fußpflege spielen hier die große Rolle. Wenn man Schmerz durch Druck oder Reibung spürt sollte man gleich beginnen zu handeln.

Die Hühneraugenpflaster ohne Keratolytika können in diesem Falle zum Einsatz kommen. Sie schützen und entlasten die Stelle. Im Idealfall erkennt man das Hühnerauge im Frühstadium und verhindert die Weiterentwicklung. Gleichzeitig lindern die Pflaster den Schmerz an dem Fuß.

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