Um unsere Füße zu schützen hat sich die Menschheit die Schuhe ausgedacht. Mit der Zeit entwickelten sich diese und wurden immer schöner. Heutzutage wird das Komfort oft zur Nebensache. Durch das Reiben oder Druck des Schuhs am Fuß können sich verschiedene schmerzhafte Krankheiten bilden. Dazu gehört vor allem die Blase, Hornhaut, aber auch ein Hühnerauge.

Auf unserer Seite finden Sie eine Menge Informationen und Tipps über das Hühnerauge. Von der Entstehung und Auftreten bis zur Behandlung, Entfernung und Vorbeugung von Hühneraugen.

Was ist ein Hühnerauge?

Ein Hühnerauge ist eine lokale Hornschwellenbildung, die durch Druck oder Reibung auf knochennahe Haut meistens am Fuß ausgebildet wird. Ein Hühnerauge ist mit einem, in der Mitte nach unten gerichteten sog. Sporn, versehen. Dieser Hornkeil ist kegelförmig und aus Keratose.

Das Hühnerauge hat den Namen von dem im Zentrum gebildeten Hornzapfen, da dieser eine gelblich ist und wie eine Pupille aussieht. Das ganze Gebilde ähnelt damit ein Auge ähnelt.

Es ist ebenso unter den Namen Clavus, Klavus, Hornauge oder Krähenauge bekannt. In der medizinischen Fachsprache wird das Hühnerauge als Clavus, welches aus dem lateinischen Nagel bedeutet, bezeichnet.

Wie sieht ein Hühnerauge aus?

Das Hühnerauge ist sehr einfach zu erkennen und meistens von anderen warzenartigen Krankheiten zu unterscheiden. Das ganze Gebilde, wie der Name schon sagt, ähnelt einem Auge.

Wie man ein Hühnerauge von der Dornwarze unterscheidet finden Sie hier.

Hühneraugen sind meistens rund, dick und deutlich von der gesunden Haut abgegrenzt. Die Struktur der Haut sollte dabei jedoch erkennbar sein. In der Mitte sieht man einen gelblichen Keratindorn. Die Verhornung ist hart und glatt.

Wie entsteht ein Hühnerauge?

Ein Hühnerauge entsteht meistens lokal an einer knochennahen Haut. Es passiert durch dauerhafte Belastung einer Hautstelle durch Druck oder Reibung. In der Folge wird die Haut entzündet und es bilden sich hornbildende Zellen, die die unteren Hautschichten beschützen sollen. Nach einiger Zeit verdickt sich die Hornschickt und in der Mitte es bildet sich der sog. Zapfen.

Je tiefer der Keratindorn eindringt, desto mehr schmerzt die entzündete Stelle an der Haut. Bei Schmerzen helfen oft Hühneraugenplfaster – mehr hier.

Das Hühneraugen sollte von einem Spezialisten, wie einem Fußpfleger (Podologen) oder Arzt sofort erkannt werden. Man kann sie sehr leicht mit Warzen bzw. Dornwarzen verwechseln.

Der Lebenszyklus von Hühneraugen

Wo treten sie auf und welche Arten gibt es?

Die Hühneraugen entstehen meistens als Folge unbequemer Schuhe und bilden sich damit meistens am Fuß. Schuld daran ist die Belastung, die auf eine knochennahe Hautstelle über gewisse Zeit ausgeübt wird. Es hat sehr viel mit dem Material und der Form des Schuhwerks bzw. auch der Fußstellung und Socken zu tun.

Natürlich gibt es viele verschiedene Stellen, an denen sich ein Hühnerauge bilden kann. Meistens geschieht es in der Nähe der Zähe oder sogar auf dem Zeh bzw. unter dem Fußnagel. Ebenso geschieht es sehr oft am Mittelfußknochen. In Kombination mit falschem Schuhen und anderen Fußproblemen können sich Hühneraugen sogar an der Sohle oder Ballen bilden.

Es aber gibt Fälle, wo sich ein Hühnerauge an der Hand gebildet hat. Grund dafür war meisten die Ausübung des Drucks des Stiftes auf die Fingerknochen  beim Schreiben.

Da die Hühneraugen sich an verschiedene Symptome haben, gibt es von denen sechs Arten. Sie unterscheiden sich an dem Ort des Auftretens, aber auch am Aussehen, Aufbau und der Härte.

Clavus durus

Mit clavus durus bezeichnet man ein Hühnerauge, welches von der Konsistenz hart ist und sich meistens an der Fußsohle bildet. In einigen Fällen entsteht dieses auch am Zehenrücken.

Clavus mollis​

Die clavus mollis treten meistens zwischen den Zehen auf. Sie sind weich von der Konsistenz her.

Clavus neurovascularis​

Das clavus neurovascularis ist ein, im Vergleich zu den andern, ein sehr schmerzempfindliches Hühnerauge. Dieses ist durchzogen von kleinen Blut- und Nervengefäßen und deswegen spüren die Betroffenen bei dieser Art deutliche Schmerzen.

Clavus neurovascularis​

Der clavus papillari ist sehr leicht an dem weißen Rand um sich erkennbar. Unter der Hornschicht bildet sich eine gallertartige Schicht oder sogar ein Bluterguss. Aus dem Grund ist dieser auch sehr schmerzempfindlich.

Clavus neurofibrosus​

Der clavus neurofibrosus ist von außen recht hart, rund und sehr groß. Das Hühnerauge dringt tief hinein und ist ebenso, wie der clavus neurovascularis, durchzogen von kleinen Blut- und Nervengefäßen.

Clavus subungalis​

Eine besondere Art der Hühneraugen, ist der clavus subungalis. Dieser bildet sich unter dem Fußnagel.

Welche Mittel helfen gegen Hühneraugen?

Die Behandlung von Hühneraugen kann nicht nur durch die Pflege und Abtragen der abgestorbenen Haut beschleunigt werden. Es gibt auch verschiede Mittel gegeh Hühneraugen. Diese helfen vor allem bei der Schmerzlinderung und Einweichung der harten Hornhaut.

Zu den Mitteln gehören vor allem Säuren, wie zum Beispiel Salizyl- oder Milchsäure. Sie weichen die Hornhaut ein und dadurch kann man es viel leichter abtragen. Man findet sie in Hühneraugenpflaster, speziellen Stiften und Tinkturen. Hausmittel wie Zitrone oder Essig enthalten ähnliche Stoffe.

Ebenso gibt es Mittel, mit denen man das Fußbad bereichern kann. Dazu eignet sich perfekt das Teebaumöl. Andere Kräuter wie Aloe Vera und Klettenkraut eignen sich ebenso gut bei der Behandlung.

Alle Informationen zum Hühnerauge entfernen bekommen sie in dem Artikel.

Die Behandlung von Hühneraugen

Hühneraugen sind sehr unangenehm und können viele Schmerzen verursachen. Aus dem Grund sollte man diese ordentlich behandeln, sodass jegliche Rückfälle vermieden werden. Deswegen sollte man neben dem Hühnerauge auch die Ursachen so gut wie möglich beseitigen.
Um ein Hühnerauge selbst zu beseitigen gibt es einige Methoden und Tricks. Es ist jedoch immer am besten, wenn sich dies ein Spezialist anschaut.

Hühnerauge selbst entfernen

Ein Hühnerauge entfernen ist im Grunde einfach, man muss nur genügend Geduld haben. Es gibt einige Tricks wie die Behandlung schneller ablaufen kann. Bei manchen benötigt man einige Mittel oder Werkzeuge. Im Grunde sind es immer dieselben Schritte, die zum Erfolg führen.

Hühnerauge in 6 Schritten entfernen –  Jetzt lesen!

Am besten man startet mit dem Tauchen der Füße im warmen Wasser. Diese kann man mit Kernseife oder Teebaumöl bereichern, um einen besseren Effekt zu erreichen. Anschließend feilt man die Stelle mit einem Bimsstein ab oder trägt die Hornhaut mit einem Hühneraugenmesser vorsichtig ab Diesen Prozess führt man täglich bis zu einer Woche durch. Am Ende sollte das Hühnerauge vollständig verschwinden. Den Effekt kann man zum Beispiel mit verschiedenen Hausmitteln, Pflaster oder Tinkturen beschleunigen. 

Über die Behandlung mit Hühneraugenmessern, Hobeln, Fräsen und Bimsstein, können sie hier lesen.

Behandlung mit Hausmitteln

Bei der Entfernung bzw. Behandlung von Hühneraugen können ebenso Hausmittel helfen. Man sollte bedenken, dass man größere Hühneraugen oder Wunden lieber beim Fachmann entfernen soll. Vor allem Wunden sollte man eher nicht mit verschiedenen Mitteln reizen.

Als ersten Tipp haben wir die Zwiebeln. Diese kann man in Kombination mit Salz auf die Stelle auftragen, um das Hühnerauge am Ende abtragen zu können. Über das genaue Prozess kann man hier lesen.

Ebenso ist es sehr bekannt, dass man mit Essig und einer Wasserlösung die Hornhaut leicht auflösen kann. Eine solche Lösung trägt man ebenso täglich auf und soll auf über Nacht auf der Stelle behalten. Mehr über die Behandlung mit Essig können sie hier lesen.

Die nächste interessante Behandlungsmöglichkeit ist Aspirin bzw. die Aspirinpasta. Hier gibt es mehrere Versionen, gleich ist jedoch, dass man Aspirin einfach zerkleinert und mit einer Flüssigkeit zu einer Pasta mischt und aufträgt. 

Als letztes kann man auch verschiedene Kräuter, wie Klettenkraut oder Aloe Vera, oder sogar Rosinen nutzen. Dabei trägt man diese als verschiedene Lösungen oder Pasten auf das Hühnerauge. Sie machen die Hornhaut weicher und leichter abzutragen.

Hühneraugenpflaster - die beliebteste Methode

Die Hühneraugenpflaster sind heutzutage eine der beliebtesten Methoden, die Hühneraugen loszuwerden. Diese sind speziell mit Keratolytika und anderen Säuren getränkt und enthalten in der Mitte eine Klebefläche. Einerseits mildert es die Schmerzen, dadurch dass die Innenseite ein bisschen Watte enthält. Anderseits weicht es die Hornhaut ein und macht diese leichter zum Entfernen.

Ein solches Pflaster wird in Abhängigkeit vom Hersteller bis zu einer Woche getragen und kann in jeder Apotheke und im Internet erworben werden. Vor der Anwendung empfiehlt sich ein warmes Fußbad zu nehmen und den Effekt ein bisschen zu stärken.

Mit einem Hühneraugenpflaster sollte man jedoch vorsichtig umgehen. Kommt die gesunde Haut in Kontakt mit den Säuren so kann es zu Verletzungen oder sogar Entzündungen kommen. Es ist vor allem sehr gefährlich für Diabetiker und Rheumapatienten.

Hühnerauge oder Warze - Wie unterscheidet man diese?

Drückt der Schuh und verursacht Schmerzen oder entsteht ein komisches Gewebe auf der Haut kann es verschiedene Ursachen haben. Wird die Haut dicker und es bildet sich eine Hornhaut, so ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich hier um ein Hühnerauge oder eine Warze handelt.

Beide sind für unangenehmen Schmerz verantwortlich und beide sind sich von dem Aussehen her sehr ähnlich. Die Verwechslungsgefahr ist vor allem am Fuß sehr hoch. Die Ursache, Entstehung und Behandlung ist eine völlig andere. Somit ist es eine Gefahr, wenn diese nicht klar unterschieden werden.

Jetzt den Vergleich zwischen Hühnerauge und Dornwarze in einer Tabelle anschauen!

Die Unterscheidung findet meistens durch einen Arzt oder Fußpfleger statt. Diese können ein Auge darauf werfen und ein klares Urteil geben. Häufig wird die Dornwarze mit dem Hühnerauge verwechselt. Beide haben eine Hornhaut mit einem Fleck bzw. Punkt in der Mitte. Der Unterschied liegt jedoch daran, dass die Dornwarze keinen Hornkeil besitzt und eher flach ist. Bei den Hühneraugen sind die Hautleisten sichtbar, wobei bei Warzen ist die Struktur unterbrochen ist.

Ebenso sagt die Stelle und der Bau vieles über die Art. Hühneraugen entstehen meistens an Füßen bzw. Händen wobei man Warzen am ganzen Körper findet. Es ist beinahe unmöglich, ein Hühnerauge im Gesicht oder gar im Genitalbereich zu finden. Eine Warze besteht aus Blutgefäßen und wird durch Viren verursacht. Hühnerauge dagegen aus abgestorbener Haut, welche durch Belastung an einer Hautstelle entsteht.

Warum schmerzt ein Hühnerauge so?

Wie schon oft beschrieben wurde, entsteht ein Hühnerauge durch die Reibung oder Druck auf eine Stelle auf der Haut. Ebenso gibt es mehrere Arten von den Hühneraugen, die sich in verschiedenen Stellen bilden und verschiedene Eigenschaften aufweisen. Zu den schmerzhaften gehören vor allem der clavus neurovascularis oder clavus neurovascularis.

Beim falschen Schuhwerk kann sich ein Hühnerauge sehr schnell bilden. Die Stelle der Haut ist dabei sehr empfindlich und verdickt sich immer mehr bei vermehrtem Druck. Die Hornschicht wird immer dicker und der Keil dringt immer mehr in die Tiefe hinein. Sobald dieser bis in die Nerven reicht und weiterhin gereizt wird, wird man starke Schmerzen empfinden.

Hühneraugenpflaster kann man auch gegen Schmerzen anwenden. Mehr lesen hier!

Sollte ein Hühnerauge starke Schmerzen verursachen, sollte man vor allem auf das reizende Schuhwerk verzichten. Die Stelle sollte möglichst schnell behandelt und das Hühnerauge entfernt werden. Ein Hühnerauge kann sogar das Gehen unmöglich machen.

Wie sollte man mit einem Hühnerauge umgehen?

Hühneraugen können ganz zufällig entstehen und harmlos sein. Jedoch in manchen Fällen führt das Ganze zu ernsten Konsequenzen. In den Fällen sollte man diese entfernen bzw. behandeln.

Was man beim Hühnerauge entfernen beachten muss und welche Methoden es gibt, kann man hier genau nachlesen.

Ein Hühnerauge sieht nicht nur schlecht aus. In manchen Fällen können nicht behandelte Hühneraugen solche Schmerzen verursachen, dass man nicht mehr laufen kann. Im nächsten Absatz gehen wir genauer auf die Konsequenzen an.

Konsequenzen und Komplikationen

Das Entstehen von einem Hühnerauge auf dem Fuß oder der Hand kann harmlos beginnen. Nach der Zeit kann es sehr schmerzhaft werden und es können sich in Folge weitere Krankheiten entwickeln.

Ein Hühnerauge auf dem Fuß kann durch die Schmerzen sogar das Gehen unmöglich oder zumindest sehr schwierig machen. Besonders betroffen sind hier Frauen. Ein Hühnerauge kann also das alltägliche Leben für einige Zeit sehr erschweren.

Zusätzlich bei Erkrankungen von Diabetes mellitus bzw. einer anderen neuropathischen Krankheit werden die Schmerzen gar bzw. fast nicht wahrgenommen. Somit können sich
Komplikationen durch die Belastung der betroffenen Stelle entwickeln. Angefangen von jeglichen Infektionen bis zur Geschwür- bzw. Fistkelbildung oder sogar Gangrän des Fußes oder der Zehen.

Prävention und Vorbeugung

Wie schon öfters erwähnt, bildet sich ein Hühnerauge durch den Druck oder Reibung einer knochennahen Haut. Dies entsteht meistens an den Zehen oder Knöchel, seltener an den Ballen, Fußsohle oder sogar der Hand.

Um Hühneraugen vorzubeugen sollte man vor allem bequemes Schuhwerk tragen. Dieses sollte keinesfalls Reiben oder den Fuß belasten. Das Gehen bzw. Laufen soll komfortabel für den Fuß sein. Gleichfalls sind anderen Stellen, wie die Hände, schonend zu behandeln.

Zusätzlich kann man sich ein individuelles Schuhwerk bzw. orthopädische Einlagen besorgen, die zur Vorbeugung von Hühneraugen dienen.

3 Tipps zur Vorbeugung

1.
Trage immer komfortables Schuhwerk und stelle sicher, dass die Schuhe und Socken nicht übermäßig an den Füßen drücken und reiben.
2.

Falls es doch der Fall sein sollte oder du neue Schuhe ausprobieren willst, kannst du dir spezielle Einlagen oder Pflaster besorgen.

3.

Um Hühneraugen zu vermeiden entferne regelmäßig überschüssige Hornhaut mit einer Hornhautfeile oder Bimsstein. Feuchte deine Füße ebenso mit einer Creme auf.

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